Grußwort
Schirmherr Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel
Der vor kurzem verstorbene Filmproduzent Bernd Eichinger hat einmal gesagt: „Glück spielt sich in Sekunden ab.“ Diese Flüchtigkeit des Glücks hat wahrscheinlich jeder schon einmal selbst erlebt. Glück ist eben im wirklichen Leben eine höchst unstabile Kategorie. Im Kino ist das allerdings anders. Im Kino entwickeln sich die Momente des Glücks – und natürlich auch des Unglücks – auf einem dehnbaren Zeithorizont. In Hollywood sagt man daher, Filme seien wie das Leben, aus denen man die langweiligen Stellen herausgeschnitten hat.
Und das gilt nicht nur für großes Kino, für abendfüllende Filme oder spektakuläre Streifen. Dies gilt auch für die kleinen Geschichten, die filmischen Miniaturen, die kunstvollen Kurzfilme. Dies gilt auch für die Veranstaltung „Die Selbstgedrehten“ der Filminitiative Würzburg und des Bezirksjugendrings, in der ambitionierte, junge Filmemacher ihre Arbeiten präsentieren.
Filme sind wie das Leben. Sie entspringen zwar der Phantasie, aber in unseren Köpfen formen wir daraus ein reales Bild – auch wenn das, was wir sehen, nur auf der Leinwand existiert. Deswegen können wir im Kino lachen und weinen und Glück und Unglück erleben. Deswegen ist Kino eine so unmittelbare und lebendige künstlerische Ausdrucksform.
Die Veranstaltung „Die Selbstgedrehten“ ist daher eine ideale Talent-Schmiede. Hier haben Jungfilmer die Chance, ihr künstlerisches und technisches Potential zu beweisen. Dieses Potential zu fördern und zu unterstützen, ist eine herausragende und wichtige Aufgabe dieses Filmwochenendes. Als Schirmherr dieser Veranstaltung beglückwünsche ich die Filminitiative Würzburg und den Bezirksjugendring Unterfranken zu dieser gelungenen und wichtigen Förderung des Nachwuchses. Dem Publikum wünsche ich eine eindrucksvolle und aufregende Film-Nacht, wenn es für die „Selbstgedrehten“ heißt: Film ab!



